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Damast Schmieden in der Gasesse

Wie schmiede ich Damast in einer Gasesse ?

Hier schildere ich meine meine Vorgehensweise beim Damast Schmieden und Feuerschweißen in den von mir gebauten Gasessen. Diese Beschreibung ist eine mögliche Vorgehensweise. Andere Techniken mögen genauso gut funktionieren. Die nachstehend beschriebene Technik habe ich aber speziell in Hinsicht auf die Teilnehmer an meinen Damast und Messer-Schmiedekursen ausgewählt. Hier habe ich eine große Sicherheit daß auch absolute Anfänger das „Abenteuer“ Damast-Messer Schmieden (unter meiner Anleitung) gut beherrschen können.


Vorbereitung: „Blankflexen“ der Stähle

Ich „flexe“ bzw. schleife die Stahlstücke vor jedem Feuerschweißen blank. Nur die Lagen die nach dem Stapeln aufeinander liegen müssen blank sein.

Bei den Seitenflächen und den äußeren Lagen spielt es keine Rolle.

Die Riefen vom „Flexen“ sollten quer zur Längsrichtung des Paketes verlaufen. Das mache ich beim ersten vorbereiten eines jeden Paketes und bei jedem Falt-, bzw. Stapelvorgang.

Zum „Blankflexen“ nehme ich gerne einen Winkelschleifer von Bosch, den (GWS 7-125). Dieser ist handlich und Kompakt genug um ihn auch mit einer Hand zu führen, hat aber mehr als ausreichend Leistung.

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Vorbereitung: „Blankschleifen“ der Stähle

Schleife ich mit dem Bandschleifer sind die Schleifspuren feiner und die Richtung spielt keine Rolle. Allerdings fällt das Blankschleifen bei dicken Zunderschichten schon recht schwer, Deswegen nutze ich den Winkelschleifer
Dem ein oder anderen mag die Vorgehensweise unnötig oder übertrieben erscheinen, da es ja auch „ohne“ funktioniert.

Warum mache ich es trotzdem?

Zum einen dient es der Vermeidung von Fehlern, die vor allem bei Anfängern (z.B. im Messerschmiedekurs) gerne vorkommen. Zum anderen gibt es bestimmte Stahlsorten die aufgrund Ihrer Zusammensetzung das „Blankflexen“ sinnvoll erscheinen lassen. Hinzu kommt: die Zunderschichten die nicht mehr vorhanden sind müssen nicht gelöst und ausgeschmiedet werden.

Lindenschmiede-Damast10Die abgelängten Stahlstäbe.
Für dieses Paket habe ich einen Aufbau aus 1.2842, C100 und 75Ni8 gewählt. Die Stahlsorten sind bislang komplett unbearbeitet, die Walzhaut ist noch vorhanden. Die Breite der Stäbe beträg 30 mm.
Die Stärken sind:
1.2842: 10mm
C100: 3mm
75Ni8: 2mm

Auf diesem Bild sind die Stähle bereits blank. Der 1.2842 wurde, da er in der Oberfläche etwas rauer ist, mit dem Winkelschleifer blankgeflext. Die beiden anderen habe ich am Bandschleifer von der Walzhaut befreit. Schön zu erkennen sind die quer verlaufenden Riefen beim 1.2842 und die der Länge nach verlaufenden Schleifspuren bei den anderen beiden Stählen.

 


Hier habe ich die Stücke bereits auf die gewünschte Länge zugeschnitten. Im nächsten Schritt folgt das „Stapeln“ der einzelnen Lagen. Bei diesem Paket packe ich den 1.2842 nach außen und in die Mitte. Die anderen Stähle kommen abwechselnd dazwischen.

 

Paketaufbau

Die verschiedenen Stahlsorten werden abwechselnd gestapelt. Hierbei ist es völlig egal ob ich 2, 3 oder mehr Stahlsorten in einem Paket verwende. Die Lagenzahl spielt auch keine Rolle, grade oder ungrade Lagenzahl, alles passt. Der Stahl mit dem niedrigsten Kohlenstoffgehalt sollte nach außen gepackt werden, da diese Stähle mehr Hitze vertragen. Die von mir gebauten Gas Essen ermöglichen aber eine sehr gut einzustellende Atmosphäre und haben keine Neigung zum Verbrennen des Stahls. Insofern kann ich auch kohlenstoffreiche Stahlsorten an den Außenseiten einsetzen. Es funktioniert ohne Entkohlung der Randschichten! Das Paket stirnseitig mit dem Elektro-Schweißgerät verschweißen, an einer Seite eine Handhabe (Haltestange) dranschweißen und es ist fertig für die Gas Esse.

Die Stirnseite des Paketes mit der Schweißnaht.
Gut sichtbar sind die einzelnen Lagen der 3 verschiedenen Stähle. Der 1.2842 mit 10mm Dicke oben, in der Mitte und unten. Dazwischen liegen jeweils der C100 mit 3mm und der 75Ni8 mit 2mm. Diese sind in der Dicke, wenn man genau hinschaut auch gut zu unterscheiden. Die dicken Lagen packe ich nach außen um eine Grundstabilität des Paketes zu bekommen. Dünnere Lagen wie vom C100 oder vom 75Ni8 würden sich beim aufheizen aufwölben.


Das Paket mit der angeschweißten Handhabe .
Für größere Pakete nehme ich zwei Stäbe die ich zusammenschweiße. Dadurch erhalte ich mehr Stabilität und das Verdrehen in der Hand beim Schmieden wird wirkungsvoll unterbunden. Bei langen Paketen von 200mm und mehr ist es evtl. sinnvoll, eine Schweißnaht quer über die Lagen zu setzen um das Aufwölben zu verhindern. Diese kann nach dem Verschweißen bei Bedarf weggeschliffen werden. Wichtig ist eine sorgfältige Ausführung, damit die Handhabe sich nicht nach den ersten Hammerschlägen auf das Paket löst.

Aufheizen der Gasesse
Während ich das Paket vorbereite kann ich schon mal die Esse vorheizen. Meine 11Kg Gas Esse benötigt ca. 15 Minuten bis sie die benötigte Feuerschweiß-Temperatur erreicht hat. Feuerschweißen ist mit einer Luftöffnung ab ca. 1/3 bis 1/2 der Öffnungsweite am Brenner möglich. Der Gasdruck beträgt dabei ab ca. 1-1,2 bar. Die Gasflasche steht im Wasser um eine Vereisung zu verhindern. Meistens gehe ich mit dem Druck jedoch höher auf ca. 1,5 bis 2 Bar um eine schnellere Aufheizung zu bekommen. Das spart auf Dauer Zeit.

 Das Damastpaket in der Gasesse
Das Damast Paket in die Gas Esse legen (wenn diese noch nicht ganz auf Temperatur ist und nur Gelb glüht genügt auch schon) Sobald am Damast Paket eine Rotglut sichtbar ist, dieses rausholen, und etwas Borax draufgeben. Da die Lagen noch offen sind kommt das Borax auf die offenen Spalten damit es direkt beim Schmelzen einfließen kann. Es sollte so viel Borax genommen werden damit das Paket nach dem Schmelzen leicht bedeckt wird.

Wie meine Gasessen funktionieren und was sie alles können:

Arbeiten mit der Gasesse

Wer sich für den Kauf einer Gasesse interessiert kann mir hier über das Kontaktformular eine Anfrage senden:

Anfrage Kauf Gasesse


 

Das erste mal in der Esse
Das Paket wird zum Aufheizen in die Esse gelegt. Noch wird kein Borax aufgebracht. Dieses würde durch den Gasstrom weggeblasen werden.

 

 


 Die erste Glühfarbe
Das Paket rotglühend auf dem Amboss. Bereits bei dieser Temperatur bringe ich Borax auf. Es ist gut zu erkennen, daß die äußeren Lagen schneller auf Temperatur kommen. Wären dies die dünnen Lagen wäre ein Aufwölben ohne zusätzliche Schweißnaht unvermeidlich.

 


Flussmittel aufbringen
Nun trage ich etwas Borax auf. Einfach mit einem Löffel, oder einem zweckentfremdeten Salzstreuer aufbringen. Wenn das Flussmittel geschmolzen ist, sollte das Paket komplett mit einer dünnen flüssigen Boraxschicht bedeckt sein.

 

 


Schmelzen des Flussmittels
Jetzt kommt das Paket wieder in die Esse und wird endgültig auf Schweißtemperatur gebracht. Auf dem Bild ist gut zu erkennen wie das Flussmittel beginnt aufzuschäumen. Das gebundene Wasser kocht aus. Danach beginnt das Flussmittel zu schmelzen.

 

 


Korrekte Feuerschweißtemperatur
Nun das Paket auf Hitze kommen lassen. Wenn das Paket hellgelb bis weißgelb glüht und das Borax außen schnelle Blasenbildung erkennen lässt muss ich noch solange warten bis das Paket im Inneren auf Temperatur gekommen ist. Das erkennt man daran daß es sehr hell von Innen heraus leuchtet ohne die Anmutung eines “Schattens” über dem Damast Paket.


In der Mitte des Paketes ist die korrekte Temperatur sehr gut zu erkennen. Die Enden sind noch etwas dunkler (und somit kälter). Für eine korrekte Schweißung reicht es aber auf jeden Fall.

 

 

 


Feuerschweißen des Damast Paketes
Wenn die Temperatur und „Blasenbildung“ des Flussmittels stimmen, das Paket schnell rausnehmen und auf dem Amboss mit schnellen, sich überlappenden, moderaten Schlägen überschmieden. Das ganze 2-3 mal pro Seite wiederholen.
Wichtig:
Das Paket In der gleichen Hitze drehen und die andere Seite ebenfalls überschmieden. Nur einseitiges Schmieden könnte dazu führen das die Amboss-Seite des Paketes zu wenig Druck abbekommt und durch den Amboss schnell an Hitze verliert.
Das kann bedeuten daß es nicht korrekt verschweißt und zusätzlich eine Mischung aus Zunder und Boraxresten zwischen den unteren Lagen zurückbehält.


Prüfen der Feuerschweißung
Nach dem Schweißen das Paket gut abbürsten und die Lagen begutachten. Hier sieht man sehr gut ob es funktioniert hat. Wenn ja, den Schweißprozess mehrmals auf hoher Hitze mit Borax Zugabe wiederholen um eine intensive Verschweißung zu erhalten. Wichtig: Nicht zu früh runtergehen mit der Temperatur und evtl. “Glühphasen” einbauen, d.h. Borax drauf und bei Schmiede- bis Schweißhitze mehrmals ein paar Minuten in der Esse halten. Wichtig ist dabei ein geschlossener Boraxmantel. Nun beginnt dasAusrecken und auf Länge schmieden des Paketes.

Die Sichtkontrolle nach dem Verschweißen ergibt eine komplett geschlossene Oberfläche ohne Einschlüsse oder offene Lagen. Die Schweißung war ein voller Erfolg. So muss es aussehen. Die dunklen Linien sind Zunderschichten auf den Lagen. Tiefgehende Fehler würden dunkler und akzentuierter zeichnen. Die einzelnen Lagen sind im Paket noch sehr schön zu erkennen.

 


Falten bzw. Stapeln des Pakets

Das ausgereckte Paket. Im nächsten Arbeitsgang wird es blankgeschliffen, zerteilt und erneut gestapelt.
Wann habe ich die nötige Länge um das Paket zu falten oder zu trennen und zu stapeln?. In den meisten Fällen schmiede ich es auf eine Länge um es in 3-6 Stücke trennen zu können und erneut zu stapeln. Vor dem Teilen des Stabes, schneide ich (großzügig) die Enden ab. Die Länge der einzelnen Stücke kann variieren von wenigen Zentimetern bis hin zu ca. 20cm (teilweise auch mehr ) Dann Flexe ich den Stab blank wie unter „Vorbereitung“ ganz am Anfang beschrieben.


 

Trennen des Paketes und neu stapeln
Das zerteilte Paket hier habe ich auf 4 Stücke zugeschnitten. Diese werden in den Schraubstock eingespannt und ausgerichtet. Die Stirnseiten und die Seitenflächen sollten möglichst bündig sein.

 

 

 


 

„Packen“ des Damast Paketes und erneut verschweißen

Es wird erneut stirnseitig verschweißt und mit einer Handhabe versehen. Nun ist es fertig für den nächsten Schweißgang. Die grade und gleichmäßig verlaufenden Trennlinien der einzelnen Stücke sind in diesem Bild gut zu erkennen. Das nachstehend beschriebene „Packen“ vor dem Feuerschweißen ist hier problemlos durchführbar.

Dieser Vorgang entspricht im Großen und Ganzen dem Punkt „Blankschleifen der Stähle„.
Wichtig: Nach dem Zusammenstellen die Spalten prüfen. Sind diese zu groß muss sorgfältig gepackt werden. Packen: Das Paket welches erneut gestapelt wurde besteht nun aus handgeschmiedeten Stücken die nicht so plan sind wie gewalzte Stäbe. Um das auszugleichen wird nun das Paket nur auf Schmiedetemperatur gebracht. Es soll noch nicht verschweißen. Bei Rotglut kommt Borax drauf, bei Schmiedetemperatur ( Gelb/Orange und ca. 1000 – 1050°C) nehme ich das Paket aus der Esse und überschmiede es wie unter „Feuerschweißen“ beschrieben. Aber es verschweißt hier noch nicht. Dafür werden die ungleichmäßigen Lagen gegeneinander glattgeschmiedet, Zunder und Borax können abfließen und es bilden sich bei korrekter Vorgehensweise keine Einschlüsse.
Evtl. lohnt es sich ein Meßgerät mit Temperaturfühler anzuschaffen zum Prüfen der Temperatur wenn man dem eigenen Auge noch nicht traut. So ein Messgerät ist auf jeden Fall sehr sinnvoll und die ca. 100 bis 120,- € sind gut angelegt.

Achtung:
„Flexen“ quer zur Längsrichtung des Paketes ermöglicht es dem flüssigen Borax besser abzufließen. Längsriefen die beim bearbeiten in „Längsrichtung“ entstehen könnten “Taschen” bilden in denen sich Borax sammelt. Eventuell können die Lagen leicht ballig ausgeformt werden um das Abfließen des Flussmittels zu erleichtern.
Nun wiederholt sich der oben beschriebene Prozess solange und so oft bis ich ein Paket mit der gewünschten Lagenzahl habe. Mit dem letzten Ausschmieden schmiede ich die Damast Messerklinge(n) nun in Form. Oder ich schmiede das Paket auf ein Maß welches eine weitere Verarbeitung ermöglicht ( z.B. prägen, walzen oder tordieren)
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Kommentare


Norbert Marizy 12. März 2018 um 8:53 pm

Vielen Dank für die gute Darstellung des Schmiedeprozesses.

Wenn man aber als Hobbyschmied Damast schmieden will, steht man vor dem Problem Borax zu erwerben. Die Chemikalienverbotsverordnung lässt den Kauf nur für Gewerbetreibende zu.
Wie sieht eine Lösung des Problems aus ?

Schöne Grüße

Hobbyschmied Norbert

Antworten

wp-admin 14. März 2018 um 5:33 pm

Hallo Norbert,

die EU Verordnung ist in der Tat ärgerlich.
Mögliche Lösungen wären:
Ein (Klein)Gewerbe anmelden. Damit ist man sobald man einmal ein selbstgeschmiedetes Messer verkaufen will auf der sicheren Seite.
Wenn auch „noch“ kein Umsatz läuft hat man aber einen Gewerbeschein. Hier sollte man aber abwägen (einen Steuerberater fragen) welcher Art das Gewerbe sein könnte, da sich evtl. IHK oder Handwerkammer melden.

Ist das zuviel Aufwand, findet sich evtl. im Bekannten/Freundeskreis jemand mit einem Gewerbe der auch Borax benötigt….. 😉 😉 und einem etwas mitbestellt.

Es gibt Schweißpulver welche frei verkäuflich sind soweit ich weis. Diese kosten etwas mehr, eignen sich aber auch. Für den kleinen Bedarf ist das evtl. ausreichend.
Einfach mal nach Schweißpulver googlen.

Es gibt auch diverse alternative Ansätze für Flußmittel, welche vom Quarzsand mit Hammerzunder über diversen Salzen etc. reichen. Hier müsste man auch mal bei Google schauen.

Gruß
Peter

Antworten

Roland 22. September 2014 um 3:37 pm

Vielen Dank für Deine Seite „Wie schmiede ich Damast in einer Gasesse“.
Ich habe meine Esse mit Material und Brenner von Dir gebaut und hatte immer kleinere Schweissfehler in meinem Damast.
Nachdem ich meine Technik mit Deiner Seite überprüft habe, korrigierte ich zwei Dinge:
1. Höhere Temperatur, durch mehr Gasdruck (vorher max 1.5 bar), danach bis 2 Bar und ich habe kurz vor dem Schweissen die vordere Oeffnung der Esse soweit möglich zu gemacht.
2. Ich schmiede jetzt zusätzlich die ersten zwei mal nach der Schweissung bei Schweisstemperatur, vorher bin ich jeweils nach zwei Schweiss Durchgängen direkt mit der Temperatur zurück gegangen.

Seit der Umstellung hat jetzt zweimal bestens geklappt ohne den geringsten Fehler im Damast.

Gruss aus der Schweiz
Roland

Antworten

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