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Bau einer Gasesse

 

 

Als Ergänzung zum unten stehenden Artikel habe ich habe ein einem sehr ausführlichen Artikel beschrieben wie meine Gasessen funktionieren und was sie alles können:

Arbeiten mit der Gasesse

 

Wer sich für den Kauf einer Gasesse interessiert kann mir hier über das Kontaktformular eine Anfrage senden:

Anfrage Kauf Gasesse

 

An dieser Stelle möchte ich einmal ein bisschen zum Bau meiner Gasessen schreiben.  Es ist keine Schritt für Schritt Anleitung, aber  es finden sich hier viele Details wie ich die Gasessen baue.

Drei Gehäuse für Gasessen auf Basis der 11Kg Gasflaschen. Die Gehäuse sind bereits umgebaut. Vorne und hinten habe ich eine runde Öffnung mit ca. 16cm Durchmesser aufgeflext. Ich bevorzuge auf beiden Seiten eine große runde Öffnung. Dadurch kann man beidseitig an der Esse arbeiten. An der „Rückseite“ werden wie bereits an anderer Stelle beschrieben U-Schienen  als Aufnahme für Verschluss Steine angeschweißt. Das Aufnahmerohr für den Gasbrenner wird ca. mittig in das Gehäuse  eingeschweißt. Bei einer Länge von ca. 44cm sitzt das Brennerrohr bei ca. 22cm, bzw. auf der Schweißnaht der Flasche. Der Einbauwinkel beträgt ca. 45°

 

 


Die Keramikfaserwolle mit einer Breite von ca. 60 cm und einer Dicke von 1 Zoll ( 25,4mm). Es handelt sich hierbei um die biolösliche Variante. Trotzdem ist bei der Verarbeitung ein  Atemschutz immer angebracht. Die Keramikfaserwolle wird in Segmente geschnitten und in das Gehäuse der Esse eingebracht. Da die Wolle recht stabil ausfällt ist das Verkleben mit der  Wandung nicht nötig. Für eine Gasesse auf Basis einer 11KG Gasflasche benötige ich ca. 1m² Keramikfaserwolle die in 2 Lagen eingebracht wird. Eine Lage ist mir aus Gründen der Dämmung zu wenig. 3 Lagen sind mir zuviel, da dadurch der Innenraum zu klein wird. Hier sieht man die Gehäuse der Gasessen mit der eingebrachten Keramikfaserwolle. Die Wolle hält ohne Kleber  im Gehäuse. Der im folgenden Schritt eingebrachte Feuerfest-Beton bringt zusätzliche Stabilität.

 


 

Der Feuerfestbeton mit einem speziellen Zusatz welcher die Beständigkeit des Betons gegen Schlacken und Flussmittel erhöht. Es genügt ein kleiner Zusatz von ca. 2-3 % der Betonmenge.

 

 

 

 

Der fertig angemischte Feuerbeton welcher im nächsten Schritt manuell in die Gasesse eingebracht wird. Alternativ kann man ihn auch Gießen ( dünnflüssiger einstellen). Das vorfertigen  eines Rohrstückes aus dem Feuerbeton ist eine weitere Möglichkeit. Ich bevorzuge das manuelle Einbringen, da sich der Beton hier mit der Keramikfaserwolle verbindet. Die Öffnung zum  Innenraum der Esse durch welche das Gas-Luftgemisch einströmt wird leicht konisch aufgeweitet. Die Flamme darf sich erst im Innern der Esse entzünden niemals im Brenner! Die fertig ausgemörtelten Gasessen müssen nun abbinden/trocknen. Nach einer Trockendauer von 1 bis 2 Tagen brenne ich den Beton vorsichtig ein. Dazu wird die Gasesse in einem Tonbrennofen langsam auf eine Temperatur von mehreren 100° C aufgeheizt. Das gebundene Wasser verdunstet und der Beton gewinnt an Festigkeit. Das Trockenbrennen mit dem Gasbrenner im laufenden Betrieb ist auch möglich. Hier muss darauf geachtet werden das die Aufheizung nicht zu schnell und zu punktuell geschieht um ein Platzen des Mantels zu vermeiden.

 


 

Die trockengebrannte Gasesse wird nun endgültig fertiggestellt.
Dazu werden die beiden Rohre zur Aufnahme von Haltestangen
links und rechts unten am Fuß der Esse angeschweißt.
Die  beiden U-Schienen werden an der „hinteren“ Öffnung oben und unten angeschweißt.
Sie dienen zur Aufnahme von Verschluss Steinen.

 

 

 

 

 

 

 

 


So schaut die Esse dann fertig lackiert aus.

Als Abschluss erfolgt ein Brennertest zum Prüfen ob alles passt und das Flammbild schön gleichmäßig ist.



Ein kleiner Stapel mit Gasessen. Unten eine fertige 11KG Esse. Oben 2 Gehäuse für die 5 Kg. Variante.  Bei der 5Kg Version werden die Rohre und die U-Schienen noch angeschweißt Das geschieht nach dem Trockenbrennen. Die 11KG Esse ist vielseitiger einsetzbar da sie den größeren Brennraum hat. er misst ca. 16cm im Durchmesser bei einer Länge von ca. 42-44cm. Ich erreiche wenn ich die Öffnungen vorne und hinten etwas zustelle eine Feuerschweißzone von gut 20cm bis zu 25cm Länge.  Der Gasverbrauch ist etwas höher als bei der 5kg Esse ( geschätzt ca. 20%)  Je nach Arbeitsgang ( Feuerschweißen, Schmieden, Glühen oder Härten) reicht die Füllung einer 11kg Gasflasche von ca. 7 Stunden bis zu ca. 12 Stunden reine Brennzeit.

 

 

 

 

 

 

 


 

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Kommentare


Peter 26. Juni 2015 um 8:25 am

Sobald ich den Zusatz wieder habe stelle ich Ihn in den Webshop.
Momentan ist er nicht ohne weiteres lieferbar.
Die Menge die ich hatte reichte nur zu Testzwecken.
Es funktioniert aber ganz gut. Die Beständigkeit ist soweit ich das sehen kann durchaus besser.
eine komplette Beständigkeit gegen Borax wird es aber nicht geben.
Das „Zeug“ fristt sich mit der Zeit durch alles 😉

Peter

Antworten

Strumf 26. Juni 2015 um 8:00 am

“ mit einem speziellen Zusatz welcher die Beständigkeit des Betons gegen Schlacken und Flussmittel erhöht“
Um welchen Zusatz handelt es sich und wo ist dieser zu Bekommen?

Antworten

Peter 26. Juni 2015 um 1:22 am

lo siento, he visto un poco mas tarde,
pero
de nada 🙂

Antworten

Carlos 17. Februar 2015 um 2:42 pm

Muchas gracias . M.F.G.

Antworten

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